St. Johannis-Kirche Meinbrexen

Völlig unvermutet entpuppt sich für den Besucher die St. Johannis-Kirche als ein Kleinod der Weserrenaissance. Sie ist in den Jahren 1585-89 auf Veranlassung des Patrons Statius von Münchhausen völlig neu zum Teil aus alten Materialien des Vorgängerbaus errichtet worden. Aus dieser Zeit stammen auch der Altar, die Kanzel und die reiche, qualitätsvolle Renaissance-Ausmalung an den Wänden.
Ursprünglich war die Kirche mit einem leuchtenden Bilderbogen biblischer Szenen versehen, die leider durch Feuchtigkeit und Feuer in Teilen zerstört wurden.
Links vom Altar für den Betrachter nicht gleich zu sehen, ist die Taufe Jesu am Jordan dargestellt. Jesus, der von Johannes dem Täufer getauft wird, hat die Hände demutsvoll verschränkt. Diese Geste weist auf das hin, was ihn erwartet, Verspottung und Kreuzigung. Mit der Taufe beginnt der Weg Jesu, sein Auftrag für die Menschen. Er weiß es wohl schon, zumindest ahnt er es: es wird kein leichter Weg. Er wird ihn ins Leiden führen.
Das Bild rechts vom Altar zeigt den betenden Jesus im Garten Gethsemane. Auch wenn Jesus die leidvollen Konsequenzen seines Auftretens von Beginn an bewusst waren, ringt er in dieser Stunde mit Gott. Er rückt uns mit seiner Angst vor Leid und Tod an die Seite. Ganz menschlich bittet er Gott: “Dieser Kelch gehe an mir vorüber.” Die Freunde, die mit ihm wachen und ihn unterstützen sollten, schlafen. Sie lassen ihn im Stich. Doch am Ende steht er gestärkt auf. Er akzeptiert den dornigen Weg, der nun vor ihm liegt. ” Nicht, was ich will, sondern was du willst geschehe.” Die Soldaten des Hohenpriesters stürmen bereits im Hintergrund das Tor.
| Schlüssel: | bei der Küsterin Renate Vössing Tel. 05273/7619 |
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| Auskünfte: | Ev.-luth. Pfarramt Pastorin Sylvia Pfannschmidt 37699 Fürstenberg Derentaler Str. 12 Tel. 05271/5041 Fax 05271/950161 Mailadresse: siehe Mitarbeiterseite |
